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Die Bedeutung der Co-Regulation in der Pferdeausbildung

Emotionale Unterstützung für dein Pferd

Die Beziehung zwischen Mensch und Pferd ist etwas ganz Besonderes. Pferde sind sensible Tiere, die auf unsere Emotionen und Stimmungen reagieren. Als Pferdebesitzer tragen wir eine große Verantwortung, nicht nur für die körperliche Gesundheit unserer Pferde, sondern auch für ihr emotionales Wohlbefinden.
In diesem Blogartikel möchten wir über die Bedeutung der Co-Regulation der Emotionen in der Pferdeausbildung sprechen und wie sie uns helfen kann, eine tiefere Verbindung zu unseren Pferden aufzubauen.

 

Was bedeutet Co-Regulation?

Die Co-Regulation bedeutet, dass wir als Mensch in die Welt unseres Pferdes eintauchen und gemeinsam den Weg der Emotionsregulation gehen. Es geht darum, das Pferd dort abzuholen, wo es sich gerade emotional befindet, selbst wenn es von Anspannung und starken Emotionen geprägt ist. Das erfordert von uns, unsere eigenen starken Emotionen wie Angst oder Wut zu kontrollieren und einen klaren Kopf zu bewahren.

 

Relevanz der Co-Regulation im Pferdetraining

Die Co-Regulation spielt eine entscheidende Rolle in der Pferdeausbildung und kann insbesondere bei traumatisierten Problempferden und Jungpferden von großer Bedeutung sein. Durch die Co-Regulation helfen wir dem Pferd, seine Emotionen zu regulieren und sich sicher und verstanden zu fühlen. Es ermöglicht uns, das Pferd von einem Zustand der Anspannung in die Entspannung zu begleiten und ihm dabei zu helfen, ein besseres Verständnis für sich selbst und seine Umgebung zu entwickeln.

 

Unterstützung bei Traumatisierung und Problemen

Traumatisierte Pferde und solche mit Verhaltensproblemen benötigen oft besondere Unterstützung, um ihre Ängste zu überwinden und Vertrauen aufzubauen. Die Co-Regulation ermöglicht es uns, uns in die Welt des Pferdes einzufühlen und gemeinsam den Weg der Emotionsregulation zu gehen. Indem wir uns einfühlsam auf das Pferd einlassen und klare Grenzen setzen, schaffen wir eine sichere Umgebung, in der das Pferd lernen kann, mit seinen Emotionen umzugehen und Vertrauen aufzubauen.

 

Die Herausforderungen der Co-Regulation der Emotionen des Pferdes

Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass die Co-Regulation im Pferdetraining nicht immer einfach ist. In manchen Situationen kann es passieren, dass wir uns von den starken Emotionen unseres Pferdes mitreißen lassen und selbst z.B. in starke Angst oder Wut in uns aufsteigt. In dem Moment, in dem wir selbst unter großer Anspannung stehen, sind wir nicht mehr in der Lage das Pferd zu beruhigen.

Grundvoraussetzung für die Co-Regulation der Emotionen des Pferdes ist also unsere eigene Fähigkeit der Emotionsregulation. Hier liegt der große Vorteil, dass wir diese auch ohne unser Pferd erlernen und soweit festigen können, dass sie uns in einer angespannten Situation mit dem Pferd viel leichter fällt.

Die eigene Emotionsregulation ist außerdem ein wichtiger Faktor einer guten Führungskompetenz. Dabei ist es wichtig, sich auf der einen Seite nicht von den starken Emotionen des Pferdes mitreißen zu lassen. Auf der anderen Seite sollten die Emotionen des Pferdes auch nicht ignoriert, kleingeredet oder ausgeblendet werden. Beide Fälle beschreibe ich in den folgenden Absätzen noch einmal genauer:

 

Situation 1: Der Mensch wird von starken Emotionen mitgerissen

Es gibt Situationen, in denen der Mensch selbst von den starken Emotionen des Pferdes mitgerissen wird und nicht in der Lage ist, es zu beruhigen. Dies erfordert von uns Übung, um unsere eigenen Emotionen zu kontrollieren und einen klaren Kopf zu bewahren. Es ist wichtig, dass wir uns bewusst sind, dass unsere eigenen Ängste oder Wut das Pferd weiter in die Anspannung treiben können. Indem wir lernen, unsere eigenen Emotionen zu regulieren, finden wir selbst zu einer authentischen Gelassenheit. (So zu tun, als ob man gelassen sei, obwohl man selbst Angst verspürt, ist übrigens nicht so hilfreich.) Nur dann können wir so weit zur Ruhe kommen, dass wir dem Pferd Sicherheit vermitteln und es auf seinem Weg zur Entspannung begleiten und es co-regulieren können.

 

Situation 2: Der Mensch bleibt in der Entspannung und holt das Pferd nicht ab

In manchen Fällen neigen wir dazu, in der Entspannung zu bleiben und z.B. die Angst des Pferdes als übertrieben abzutun. Damit holen wir das Pferd nicht dort ab, wo es sich grade emotional befindet. Dies kann dazu führen, dass das Pferd sich allein gelassen und unverstanden fühlt. Es ist wichtig zu erkennen, dass das Pferd unsere Unterstützung braucht, um seine Emotionen zu regulieren. Indem wir uns einfühlsam auf das Pferd einlassen und gemeinsam den Weg der Co-Regulation gehen, können wir ihm helfen, sich zu entspannen und Vertrauen aufzubauen.

 

Fazit

Die Co-Regulation ist ein wichtiger Aspekt der Pferdeausbildung, insbesondere bei traumatisierten Problempferden und Jungpferden. Sie ermöglicht es uns, eine tiefe Verbindung zu unseren Pferden aufzubauen und sie bei der Regulation ihrer Emotionen zu unterstützen. Es erfordert Übung in unserer eigenen Emotionsregulation. Wenn du Unterstützung bei der Co-Regulation mit deinem Pferd benötigst, helfe ich dir gerne dabei, eine harmonische und vertrauensvolle Beziehung aufzubauen.

Buche gleich ein kostenloses Erstgespräch und entdecke das Potential der Co-Regulation im Pferdetraining.

Finde deinen Weg, direkt ins Herz deines Pferdes

Alles Liebe,

Kira

Erstgespräch bei Kira Brauer

 

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