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Unterstützung und Entlastung für Pferdebesitzer:innen

Wenn du diesen Artikel liest, bist du wahrscheinlich stolze Besitzerin eines wundervollen Pferdes oder kümmerst dich intensiv um eines. Doch sicherlich kennst du auch die Momente, in denen du Unterstützung und Entlastung benötigst. In diesem Artikel möchte ich darüber sprechen, warum ein unterstützendes Netzwerk so wichtig ist und du bekommst 10 Fragen, die dir beim Aufbau deines Netzwerkes helfen können.

Warum ist Unterstützung wichtig?

„Ich selbst komme mit meinem Pferd gut zurecht, aber andere leider nicht.“ Diesen Gedanken kennst du vielleicht auch. Zunächst möchte ich betonen, dass es großartig ist, wenn du gut mit deinem Pferd klarkommst. Du bist die Hauptbezugsperson und Verantwortliche:r für dein Pferd.

Hier stellt sich zunächst die Frage: Wer sind diese „anderen“?

Es sind nicht nur Tierärzte, Hufschmiede oder Physiotherapeuten, die für die Gesundheit deines Pferdes zuständig sind. Es sind auch die Menschen in deinem Umfeld, die in Kontakt mit deinem Pferd treten, sei es der Stallbesitzer:innen, Stallhelfer:innen, Miteinstaller:innen oder sogar Freund:innen und Familie. Solange diese „anderen“ nicht wissen, dass du Unterstützung suchst und wie diese aussehen kann, können sie dich nicht entlasten.

Deine Selbstwirksamkeit stärken

Hier kommt der wichtige Aspekt der Selbstwirksamkeit ins Spiel. Selbstwirksamkeit bedeutet, dass du die Fähigkeit hast, Einfluss auf dein Leben und deine Umgebung zu nehmen. Das gilt auch für die Versorgung deines Pferdes. Du kannst dir Strukturen schaffen, um Verantwortung abzugeben und um dich selbst entlasten zu können.

Warum ist das so wichtig? Nun, ein Pferd bedeutet große Verantwortung und viele Aufgaben. Es ist wichtig, sich die Möglichkeit zu verschaffen, diese Aufgaben in gewissen Situationen abgeben zu können. Vielleicht möchtest du in den Urlaub fahren, oder du bist aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, dich um dein Pferd zu kümmern. Die Möglichkeit, die Versorgung abzugeben, schafft Sicherheit und Gelassenheit.

Du musst nicht mehr ständig Angst haben, dass du ausfallen könntest. Auch brauchst du kein schlechtes Gewissen gegenüber deinem Pferd zu haben, wenn es durch andere versorgt wird. Du kannst einen Rahmen schaffen, in dem es dies lernen und sich daran gewöhnen kann. Du trägst zwar als Besitzer:in die Verantwortung für dein Pferd, aber das bedeutet nicht, dass du alles alleine erledigen musst.

Der Aufbau eines Unterstützungsnetzwerks

Um ein effektives Unterstützungssystem aufzubauen, gibt es zwei entscheidende Bausteine: das Training deines Pferdes und die Strukturen in deinem Umfeld. Als Pferdetrainerin steht für mich im Vordergrund, dass wir dein Pferd so zu trainieren, dass auch andere sicher mit ihm umgehen können. Als psychosoziale Beraterin ist mir wichtig, dass du als Person Entlastung erfährst und ein Unterstützungsnetzwerk als Ressource aufgebaut oder aktiviert wird.

Hier sind einige Fragen, die du dir für den Aufbau eines Unterstützungsnetzwerks stellen kannst:

  1. Welche Personen kommen für dich als Unterstützung in Frage?
    Überlege, wer in deinem Umfeld Interesse daran hat, dich zu unterstützen.
  2. Welche Aufgaben können diese Personen übernehmen?
    Jeder hat unterschiedliche Fähigkeiten, und es ist wichtig zu wissen, wer für welche Aufgaben geeignet ist.
  3. Haben diese Personen bereits Kontakt zu deinem Pferd gehabt?
    Vertrautheit ist entscheidend, um Stress für dein Pferd zu vermeiden.
  4. Kann ein regelmäßiger Kontakt stattfinden, um Vertrauen aufzubauen?
    Je öfter andere mit deinem Pferd arbeiten, desto besser.
  5. Welche Informationen benötigen diese Personen über dein Pferd?
    Es ist wichtig, alle relevanten Informationen bereitzustellen, damit die Unterstützung reibungslos verläuft.
  6. Gibt es klare schriftliche Anweisungen für die Versorgung deines Pferdes?
    Ein schriftlicher Plan sorgt dafür, dass alle wissen, was zu tun ist.
  7. Welche Bewegung benötigt dein Pferd?
    Jedes Pferd hat unterschiedliche Bedürfnisse.
  8. Gibt es Besonderheiten oder Abneigungen bei deinem Pferd?
    Informationen über Vorlieben und Abneigungen sind entscheidend.
  9. Hast du einen Notfallplan?
    Unvorhergesehene Ereignisse können passieren, daher ist es wichtig zu wissen, wie in Notfällen gehandelt werden soll.
  10. Wer sollte kontaktiert werden, wenn du nicht erreichbar bist?
    Eine klare Kommunikation ist entscheidend.

Sorge gut für dein Pferd und für dich

Egal, ob du Unterstützung von einer Reitbeteiligung, Mitstallbesitzern, Freunden oder Familie bekommst – erlaube dir, Hilfe anzunehmen. Es ist keine Schwäche, Unterstützung zu suchen. Du tust dies nicht nur für dich, sondern auch für dein Pferd.

Ich stehe dir als Pferdetrainerin und psychosoziale Beraterin gerne zur Seite.
Durch mein Training kann dein Pferd lernen, sicher und entspannt von anderen versorgt zu werden. Außerdem kann ich dir helfen, Strukturen und ein Unterstützungsnetzwerk aufzubauen.

Du kommst aus Oberhausen, Bottrop oder Dinslaken? Du suchst Unterstützung oder kannst welche bieten? Dann melde dich gerne bei mir per Mail.

Erkenne deine Selbstwirksamkeit und gestalte dein Leben rund um dein Pferd so, dass es für dich und dein Tier optimal ist. Unterstützung ist der Schlüssel, um langfristig für dein Pferd sorgen zu können, ohne dich selbst zu überlasten.

Denke daran, du musst nicht alles alleine machen – du darfst dich unterstützen lassen ❤

Alles Liebe,
Kira

Ich freue mich darüber, wenn wir uns verbinden!
Folge mir gerne auf Instagram oder lass uns an deinem Stall einen Workshop veranstalten!

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